1.3.3 Komplikationen

Eingeweidebrüche können zu einer Reihe von körperlichen und ästhetischen Beeinträchtigungen führen. Eine gefährliche Situation entsteht, wenn sich der Bruchsack in der Bruchpforte einklemmt. Bei einem solchen auch als Inkarzeration bezeichneten Vorgang kommt es zu einer lokalen Anstauung von Blut (Kongestion) und Eintritt von Flüssigkeit ins Gewebe (Ödem). Die Gewebeschwellung führt zu einer regelrechten Strangulation und Durchblutungsstörung der im Bruchsack befindlichen Eingeweide. Kann der Bruchsack jetzt aufgrund seiner Größe nicht mehr ins Bauchinnere zurückgeschoben werden, dann droht sein Inhalt, beispielsweise eingeklemmte Darmschlingen, ohne rechtzeitige Operation abzusterben (Nekrose). Dieses Geschehen ist für den Patienten mit sehr starken Schmerzen verbunden. Es handelt sich um eine akute Notfallsituation, die die sofortige Krankenhauseinweisung bzw. Vorstellung in einer Rettungsstelle erforderlich macht.
 
Bei Einklemmung eines Eingeweidebruches mit drohendem Absterben des Gewebes muss sofort operiert werden.